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Kompetenzzentrum für Diabetes 
Im Dezember 2001 öffnete die Abteilung für Diabetes und Stoffwechselerkrankungen in der Fachklink Bad Heilbrunn. 
Als Leiter des Spezialbereiches wurde der Diabetologe Dr. Andreas Liebl gewonnen, der weithin einen Ruf als anerkannte Kapazität genießt. Die neue Diabetes-Abteilung soll als überregionales Diabetes-Kompetenzzentrum aufgebaut werden, denn bei der weitverbreiteten Volkskrankheit ist Handlungsbedarf angezeigt. 

Das Diabeteszentrum an der Fachklinik Heilbrunn nimmt an den qualitätssichernden Maßnahmen im Hinblick auf kurz- und langfristige Ergebnisqualität der Deutschen Diabetes- Gesellschaft DDG teil, die neben der Dokumentation der medizinischen Ergebnisse auch gegenseitige aktive und passive Hospitationen vorsieht. Im Haus werden regelmäßige Fortbildungen für alle Angestellten durchgeführt, darüber hinaus Teambesprechungen zur Diskussion schwieriger Fälle. Alle Schulungsaktivitäten für die Patienten werden mit Hilfe eines computergestützten TED- Systems gestaltet, um das Übermitteln der Wissensinhalte sicherzustellen. 

Die Zielsetzung ist zunächst die ambulante Prävention. An dem maßgeschneiderten Konzept wirken ebenso die niedergelassenen Ärzte, sowie die jeweiligen regionalen Einrichtungen mit. Herr Dr. Liebl will durch frühzeitige Spezialbehandlung möglichst viele Diabetiker vor einer gefürchteten Bein- oder Fußamputation bewahren. 

Die Klinik bietet Ihnen ...

1) Diabetes mellitus Typ 1

  • Ersteinstellung und Beherrschung vom komplizierten Stoffwechsel- Entgleisungen, Einstellungsoptimierung bei langjährigen Verläufen
  • intensiviert konventionelle Spritzentherapien und Insulinpumpentherapien.
  • Therapie von Kindern aller Altersstufen, bei Bedarf in Begleitung der Eltern 
  • Therapie von schwangeren Diabetikerinnen und Gestationsdiabetikerinnen 

2) Diabetes mellitus Typ 2 

  • Basale Therapiemaßnahmen : Sinnvolle Ernährung, körperliche Bewegung, Gewichtsabnahme mit psychotherapeutischer Unterstützung
  • Ersteinstellung und Beherrschung von komplizierten Stoffwechselentgleisungen, Therapieoptimierung bei langjährigen Verläufen
  • Tablettentherapie
  • Insulintherapie mit besonderer Berücksichtigung der prandialen Insulinsubstitution
  • Abklärung und Therapie von Insulinresistenzen 

3) Spezialgebiet "diabetischer Fuss" 

30 % aller Diabetiker in Deutschland sind Risikopatienten für die Entwicklungen eines diabetischen Fußes d. h. sie haben entweder eine Polyneuropathie (PNP) oder eine Durchblutungsstörung der Beine. D. h. ca. 2 Millionen Diabetiker mit Risiko in Deutschland. Ca. 400.000 Diabetiker in Deutschland haben derzeit ein aktives Ulcus (offenes Bein) oder sind bereits amputiert. Prinzipiell betrachtet haben Diabetiker das 40 - 50fache Risiko einer nicht traumatischen Beinamputation im Vergleich zu Nichtdiabetikern. Der diabetische Fuß ist mit Abstand die häufigste Amputationsursache und damit der Hauptgrund für die ca. 30.000 Amputationen jährlich. 

Man weiß, dass bei professioneller Therapie die Mehrzahl dieser 30.000 Amputationen vermeidbar wäre! Somit ist der diabetische Fuss ein Schwerpunkt dieser Klinik.  

 

by AG 2001